Wero bei Sportwetten - wann der Giropay-Nachfolger bei Wettanbietern ankommt

Wero bei Sportwetten - aktueller Stand des Giropay-Nachfolgers bei Wettanbietern

Ladevorgang...

50 Millionen registrierte Nutzer in Europa, getragen von 16 großen Finanzdienstleistern, gefeiert als die europäische Antwort auf PayPal – und trotzdem kannst du mit Wero bei keinem einzigen Wettanbieter einzahlen. Dieser Widerspruch beschäftigt mich seit Monaten. Als Giropay Ende 2024 abgeschaltet wurde, war Wero als Nachfolger längst angekündigt. Die Realität sieht anders aus: Im Sportwetten-Markt ist Wero im April 2026 noch nicht angekommen. Ich habe mir angesehen, warum das so ist, wann sich das realistisch ändern könnte und was du in der Zwischenzeit tun kannst.

Das Thema ist wichtiger als es auf den ersten Blick aussieht. Wero ist nicht einfach ein neues Zahlungsmittel – es ist ein politisches Projekt. Die European Payments Initiative will ein Zahlungssystem schaffen, das unabhängig von amerikanischen Anbietern wie Visa, Mastercard und PayPal funktioniert. Ob das gelingt, wird auch davon abhängen, ob Branchen wie der Online-Wettmarkt den Dienst integrieren. Und genau dort hakt es gerade.

Im Dezember 2024 wussten 88 Prozent der Befragten in einer deutschen Umfrage nicht, was Wero überhaupt ist. Ein System, das die Mehrheit der potenziellen Nutzer nicht kennt, hat es schwer, bei Wettanbietern Priorität zu bekommen. Ich will dir in diesem Artikel den ungeschönten Stand zeigen – keine Marketingversprechen, keine vagen Prognosen, sondern Fakten, Zeitrahmen und konkrete Handlungsempfehlungen. Als jemand, der den gesamten Giropay-Zahlungsmarkt bei Sportwetten seit zwölf Jahren begleitet, sehe ich die Wero-Entwicklung mit einer Mischung aus Interesse und Ernüchterung.

Wero und die European Payments Initiative

Wer Wero verstehen will, muss das Gesamtprojekt dahinter kennen. Im Frühjahr 2020 gründeten 16 europäische Finanzdienstleister die European Payments Initiative – kurz EPI. Unter den Gründungsmitgliedern sind Schwergewichte wie die Deutsche Bank, DZ Bank, BNP Paribas und Société Générale. Die Idee: ein europäisches Zahlungssystem aufbauen, das weder von Visa noch von Mastercard oder PayPal abhängt. Wero ist das Produkt, das aus dieser Initiative entstanden ist.

Der EPI-Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmalzl vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband hat das Projekt so zusammengefasst: Der Aufbau eines neuen Zahlungssystems brauche Zeit, man müsse Vertrauen und Akzeptanz gewinnen – das hätten sich auch andere erfolgreiche Anbieter erst über Jahre erarbeiten müssen. Das klingt nach diplomatischer Geduld, aber es ist auch eine ehrliche Standortbestimmung. Wero ist ein Langzeitprojekt, kein Sprint.

Technisch basiert Wero auf SEPA Instant Payments – dem europäischen Standard für Echtzeit-Überweisungen. Eine Wero-Zahlung wird innerhalb von Sekunden abgewickelt, rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Der Nutzer braucht nur eine Handynummer oder E-Mail-Adresse, um Geld zu senden oder zu empfangen. Keine IBAN, keine BIC, keine Bankleitzahl. Für den E-Commerce – und damit auch für Sportwetten – soll Wero perspektivisch als vollwertige Checkout-Lösung funktionieren: Einzahlung per Wero beim Händler, Gutschrift in Echtzeit. Keine TAN-Eingabe über eine Bankwebsite, kein Redirect – alles innerhalb der Wero-App oder der Banking-App deiner Hausbank.

Das klingt vielversprechend, und technisch ist es das auch. Der entscheidende Vorteil gegenüber Giropay liegt in der Architektur: Wero wurde von Grund auf für mobile Nutzung konzipiert. Giropay erforderte den Umweg über das Online-Banking der Hausbank – oft eine Desktop-Oberfläche, die auf dem Smartphone umständlich zu bedienen war. Wero dagegen ist eine native mobile Lösung. Angesichts der Tatsache, dass mobile Geräte rund 58 Prozent der Online-Gambling-Einnahmen in Europa generieren, ist das ein struktureller Vorteil, der bei Sportwetten-Anbietern Gewicht haben sollte.

Was Wero von Giropay unterscheidet, ist der Anspruch. Giropay war ein nationales deutsches Produkt, begrenzt auf den deutschen Markt und technisch über die Fusion mit EPS nur notdürftig an Österreich angebunden. Im Jahr 2023 wickelte Giropay lediglich rund 25 Millionen Transaktionen ab, bei einem Zahlungsvolumen von 1,6 Milliarden Euro. Das war zu wenig für ein System, das als PayPal-Konkurrent gestartet war. Die Nachrichtenagentur dpa brachte es auf den Punkt: Giropay habe den hohen Erwartungen als PayPal-Konkurrent nie gerecht werden können.

Wero dagegen ist von Anfang an europäisch gedacht. Frankreich, Deutschland, Belgien und die Niederlande sind bereits live, weitere Länder sollen folgen. Die Frage ist nur: wie schnell. Und ob Wero aus den Fehlern von Giropay lernt. Denn die Geschichte zeigt: Ein Zahlungssystem braucht nicht nur technische Exzellenz, sondern auch Händlerakzeptanz und Nutzergewohnheit. Giropay hatte die Technik, aber nicht den Markt. Wero muss beides gleichzeitig aufbauen.

Aktueller Stand bei Wettanbietern – Fehlanzeige

Ich habe im März 2026 bei zwölf großen internationalen Wettanbietern geprüft, ob Wero als Einzahlungsmethode verfügbar ist. Das Ergebnis war eindeutig: null Treffer. Kein einziger Buchmacher hat Wero integriert. Auf Nachfrage beim Support erhielt ich Antworten zwischen „Das kennen wir noch nicht“ und „Wir beobachten die Entwicklung“. Das ist kein Einzelfall – es spiegelt den aktuellen Stand des gesamten Marktes wider.

Warum ist das so? Drei Gründe spielen zusammen. Erstens: Wero ist im E-Commerce noch nicht flächendeckend ausgerollt. Der Dienst funktioniert bisher primär als Peer-to-Peer-Zahlung zwischen Privatpersonen – du schickst Geld an Freunde, teilst Restaurantrechnungen, überweist Miete. Die E-Commerce-Funktion, also die Möglichkeit, bei einem Online-Händler per Wero zu bezahlen, wird schrittweise eingeführt – erst in Frankreich, dann in Deutschland. Für Sportwetten-Anbieter gibt es noch kein fertiges Integrationspaket, keine standardisierte Schnittstelle, kein Plug-and-Play.

Zweitens: Wettanbieter haben andere Prioritäten. Die Giropay-Abschaltung betraf den deutschen Markt, und für deutsche Spieler gibt es mit Trustly, Klarna und PayPal funktionierende Alternativen. Solange kein Wettanbieter einen signifikanten Kundenverlust durch das Fehlen von Wero bemerkt, besteht kein Handlungsdruck. Zahlungsintegrationen kosten Entwicklungszeit und Zertifizierungsaufwand – ohne garantierte Nachfrage lohnt sich das nicht. Die Branche denkt in Quartalen, nicht in Visionen.

Drittens – und das ist der Punkt, den die wenigsten ansprechen: Die Regulierung. Online-Glücksspiel unterliegt in Europa strengen Lizenzauflagen. 27 europäische Länder verlangen von Spielern, bei der Registrierung Einsatzlimits festzulegen – das zeigt, wie engmaschig das regulatorische Netz ist. Jede neue Zahlungsmethode muss von den Regulierungsbehörden für den Einsatz im Glücksspielbereich freigegeben werden. Wero hat diese Hürde noch nicht genommen, und es ist unklar, wann das geschieht. Für Wettanbieter ist das ein Risiko, das sie nicht eingehen, solange bewährte Methoden funktionieren.

In Summe entsteht ein Kreislauf, der sich selbst stabilisiert: Wero hat zu wenige E-Commerce-Integrationen, deshalb warten die Wettanbieter. Weil die Wettanbieter warten, fehlt die Nachfrage aus einer der größten Online-Branchen. Und weil die Nachfrage fehlt, hat EPI keinen Anlass, die Glücksspiel-Integration zu priorisieren. Dieser Kreislauf wird erst durchbrochen, wenn einer der Beteiligten den ersten Schritt macht.

Wero in Österreich – Raiffeisen als Vorreiter

Für österreichische Wetter gibt es eine interessante Entwicklung, die in der deutschsprachigen Sportwetten-Berichterstattung kaum vorkommt. Die Raiffeisen Bank International ist seit dem 26. November 2025 offizielles Mitglied der European Payments Initiative. Ab 2026 sollen Händler in Österreich die Möglichkeit bekommen, Wero im E-Commerce zu akzeptieren.

Das ist ein bedeutender Schritt, weil Raiffeisen im österreichischen Bankensektor eine Schlüsselrolle spielt. Mit dem EPI-Beitritt signalisiert eine der größten österreichischen Banken, dass sie das europäische Zahlungssystem ernstnimmt. Für den Sportwetten-Markt heißt das: Sobald Wero im österreichischen E-Commerce angekommen ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch Wettanbieter den Dienst integrieren. Der österreichische Sportwetten-Markt ist nicht klein – allein der Bruttospielertrag bei Sportwetten lag 2020 bei 283 Millionen Euro, und das Online-Segment wächst kontinuierlich.

Allerdings – und das muss ich klar sagen – ist der Raiffeisen-Beitritt kein Garantieschein. Dass eine Bank EPI-Mitglied wird, bedeutet nicht automatisch, dass Wero morgen bei Buchmachern verfügbar ist. Der Weg führt über die E-Commerce-Integration bei regulären Händlern, dann über die Glücksspiel-Regulierung, und erst dann zu den Wettanbietern. Dieser Prozess kann Monate dauern, realistisch auch länger. Die österreichische Glücksspielregulierung ist komplex, und jede neue Zahlungsmethode muss geprüft und genehmigt werden, bevor sie im lizenzierten Betrieb eingesetzt werden darf.

Was mich persönlich optimistisch stimmt: Österreich hat mit EPS bereits eine funktionierende Online-Banking-Infrastruktur für den E-Commerce. EPS wird von über 80 Prozent der österreichischen Online-Shops akzeptiert, die technischen Grundlagen für eine Wero-Integration sind vorhanden. Es fehlt nicht an der Technik, sondern an der regulatorischen und kommerziellen Umsetzung. Und es fehlt an einem klaren Signal der Wettanbieter, dass sie Wero überhaupt wollen.

Ein Detail, das in der Diskussion oft untergeht: Wero und EPS sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn. EPS ist ein österreichisches System, Wero ein europäisches. Langfristig könnte Wero EPS ergänzen oder sogar ablösen – aber kurzfristig existieren beide parallel. Für dich als österreichischer Wetter ändert sich durch den Raiffeisen-Beitritt zu EPI erstmal nichts an der praktischen Zahlungssituation. EPS funktioniert, Wero noch nicht. Diese Reihenfolge wird sich nicht über Nacht umkehren.

Kann Wero mit PayPal mithalten

Diese Frage höre ich ständig, und sie ist berechtigt. PayPal hat allein in Deutschland 35 Millionen aktive Kundenkonten. Wero hatte Ende 2024 in drei Ländern 14 Millionen registrierte Nutzer – inzwischen sind es über 50 Millionen europaweit, aber der Abstand zu PayPal ist immer noch gewaltig. Es ist, als würde man einen Regionalliga-Aufsteiger mit dem amtierenden Meister vergleichen: Das Potenzial ist da, aber die Substanz fehlt noch.

Schmalzl selbst hat das in einem Interview mit einer Sportmetapher zusammengefasst: Es sei ein Marathon, kein Sprint – und man sei gut im Rennen. Die Überzeugung ist da, dass es auf lange Sicht Alltag sein werde, in Deutschland und Europa mit Wero zu bezahlen. Aber „auf lange Sicht“ ist ein dehnbarer Begriff, wenn du heute eine Sportwette platzieren willst.

Wo Wero theoretisch Vorteile gegenüber PayPal hätte: keine Registrierung bei einem Drittanbieter, direkte Bankanbindung, europäische Datenhoheit, potenziell niedrigere Gebühren für Händler. PayPal verlangt von Händlern deutlich höhere Transaktionsgebühren als das, was für SEPA-basierte Systeme üblich ist. Bei Giropay lag die Händlergebühr bei 0,89 Prozent pro Transaktion – PayPal nimmt ein Vielfaches davon. Wenn Wero in einem ähnlichen Gebührenrahmen wie Giropay operiert, könnte das Wettanbieter langfristig überzeugen, den Dienst zu integrieren.

Der Sportwetten-Markt in Europa ist groß genug, um für Wero interessant zu sein. Der europäische Online-Gambling-Markt wurde 2025 auf 45,7 Milliarden US-Dollar geschätzt, und Sportwetten dominieren mit über 53 Prozent Umsatzanteil dieses Segment. Das ist ein Kuchen, an dem Wero partizipieren möchte – aber der Weg zum Stück vom Kuchen führt über die gleichen Hürden, an denen Giropay gescheitert ist: Händlerintegration, Nutzerakzeptanz und regulatorische Freigabe. Nur dass Wero im Gegensatz zu Giropay ein europäisches Netzwerk im Rücken hat.

Die Realität heute: PayPal funktioniert bei Sportwetten, Wero nicht. Für praktische Entscheidungen ist das der einzige Fakt, der zählt. Alles andere ist Zukunftsmusik – interessant, aber nicht hilfreich, wenn du jetzt einzahlen willst. Und selbst wenn Wero in zwei Jahren bei Buchmachern verfügbar sein sollte, wird PayPal nicht verschwinden. Die Frage ist nicht „Wero oder PayPal“, sondern ob Wero eine sinnvolle dritte Option neben PayPal und Trustly wird.

Wann Wero bei Buchmachern realistisch wird

Ich habe in den letzten Monaten mit Zahlungsdienstleistern und Branchenkennern gesprochen, und mein realistischer Zeitrahmen sieht so aus: Frühestens Ende 2026, wahrscheinlicher im Laufe von 2027, könnte der erste große Wettanbieter Wero als Einzahlungsmethode anbieten. Das ist keine offizielle Prognose, sondern meine Einschätzung auf Basis der aktuellen Entwicklungsgeschwindigkeit.

Mehrere Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor Wero bei Buchmachern ankommt. Die E-Commerce-Funktion muss in Deutschland und Österreich voll ausgerollt sein – nicht nur als Pilotprojekt, sondern als Standard. Die Glücksspiel-Regulierungsbehörden müssen Wero für den Einsatz im Online-Gambling freigeben. Und die Wettanbieter selbst müssen die Integration technisch umsetzen und testen. Jeder dieser Schritte braucht Zeit, und keiner davon ist trivial.

Was viele dabei übersehen: Die Integrationsfrage ist nicht nur technisch, sondern auch kommerziell. Ein Wettanbieter muss für jede Zahlungsmethode einen Vertrag mit dem Zahlungsdienstleister abschließen, Gebührenmodelle verhandeln, Compliance-Prüfungen durchlaufen und die Methode in seine KYC-Prozesse (Know Your Customer) einbinden. Bei Giropay wusste jeder Buchmacher, wie das System funktioniert und was es kostet. Wero ist Neuland – und Neuland bedeutet Aufwand.

Hinzu kommt ein strategisches Kalkül, das ich bei mehreren Branchengesprächen beobachtet habe: Wettanbieter wollen nicht die Ersten sein. Der erste Anbieter, der Wero integriert, trägt das volle Risiko – technische Kinderkrankheiten, niedrige Nutzerzahlen, mögliche regulatorische Nachfragen. Die Nachzügler profitieren von den Erfahrungen des Pioniers. Das war bei Trustly so, das war bei Apple Pay so, und das wird bei Wero nicht anders sein.

Was den Prozess beschleunigen könnte: ein Dominoeffekt. Sobald ein Buchmacher Wero erfolgreich integriert und die ersten Transaktionen reibungslos laufen, sinkt die Hemmschwelle für alle anderen. Meine Einschätzung: Es wird ein international agierender Anbieter sein, der bereits in Frankreich präsent ist, weil Wero dort am weitesten entwickelt ist. Von dort aus könnte die Integration in den deutschsprachigen Markt vergleichsweise schnell gehen – die technische Basis wäre ja bereits vorhanden.

Schmalzl selbst hat gesagt, alles brauche seine Zeit, aber man sei überzeugt, dass es auf lange Sicht Alltag sein werde, in Deutschland und Europa mit Wero zu bezahlen. Als jemand, der den Aufstieg und Fall von Giropay miterlebt hat, weiß ich: Überzeugung allein reicht nicht. Giropay hatte bei seiner Markenbekanntheit 78 Prozent in Deutschland, hinter PayPal, Klarna und Amazon Pay. Trotzdem scheiterte es am Markt. Wero muss mehr bieten als Bekanntheit – es muss Nutzern und Händlern einen konkreten Vorteil liefern, der bestehende Methoden nicht bereits bieten.

Bis dahin ist Wero für Sportwetten keine Option. Und es bringt nichts, darauf zu warten. Die Alternativen, die heute funktionieren, sind leistungsfähig genug, um den Übergang komfortabel zu gestalten.

Was du bis dahin für Einzahlungen nutzen solltest

Ich will hier nicht wiederholen, was ich in meinem ausführlichen Alternativ-Vergleich bereits geschrieben habe – aber die Kurzversion für alle, die nur die schnelle Antwort suchen: Trustly ist für die meisten Wetter die beste direkte Giropay-Alternative, weil es Ein- und Auszahlungen unterstützt und keine Registrierung erfordert. Für österreichische Spieler ist EPS die natürliche Wahl, wenn der Wettanbieter es anbietet.

Was mich an der aktuellen Situation stört: Viele Sportwetten-Seiten empfehlen immer noch Giropay oder schreiben über Wero, als wäre es bereits bei Wettanbietern verfügbar. Beides ist falsch. Giropay existiert nicht mehr – der Dienst wurde am 31. Dezember 2024 endgültig eingestellt -, und Wero ist bei keinem Buchmacher integriert. Dazwischen liegt eine Lücke, die du mit einer der vorhandenen Banking-Methoden überbrücken musst.

EPS wird von über 80 Prozent der österreichischen E-Commerce-Shops akzeptiert und funktioniert bei Wettanbietern mit AT-Ausrichtung problemlos. Trustly deckt den internationalen Markt ab. Zusammen hast du damit fast jeden Buchmacher abgedeckt, bei dem du als österreichischer Spieler einzahlen könntest. Klarna Sofortüberweisung und PayPal ergänzen das Portfolio für Fälle, in denen weder EPS noch Trustly verfügbar sind.

Mein konkreter Ratschlag für die Übergangszeit: Richte dir jetzt eine funktionierende Zahlungsmethode ein und warte nicht auf Wero. Wenn Wero irgendwann bei Wettanbietern ankommt, wird es eine zusätzliche Option sein – keine Ersatzlösung für etwas, das fehlt. Die existierenden Methoden funktionieren, sie sind sicher, und sie werden auch dann weiter bestehen, wenn Wero den Markt betritt. Nutze sie, anstatt auf ein Versprechen zu warten, dessen Einlösung noch Monate oder Jahre dauern kann.

Was ich aus der Giropay-Geschichte gelernt habe: Zahlungsmethoden kommen und gehen, aber die Grundprinzipien bleiben. Eine gute Einzahlungsmethode für Sportwetten muss schnell sein, sicher, gebührenfrei für den Spieler und idealerweise auch Auszahlungen unterstützen. Trustly und EPS erfüllen diese Kriterien heute, Wero wird sie voraussichtlich irgendwann erfüllen. Aber „irgendwann“ ist kein Plan – und als jemand, der seit zwölf Jahren in diesem Markt arbeitet, sage ich dir: Handle nach dem, was funktioniert, nicht nach dem, was versprochen wird.

Sollte ich diesen Artikel aktualisieren müssen, weil ein Wettanbieter Wero tatsächlich integriert, werde ich das tun. Bis dahin bleibt der Stand: Wero ist ein vielversprechendes Projekt mit europäischer Dimension, aber für Sportwetten noch nicht einsatzbereit. Und das wird sich nicht in den nächsten Wochen ändern.

Was Wetter über den Giropay-Nachfolger jetzt wissen sollten

Akzeptiert irgendein Wettanbieter bereits Wero?

Nein. Stand April 2026 hat kein Wettanbieter Wero als Einzahlungsmethode integriert. Wero ist im E-Commerce noch nicht flächendeckend ausgerollt, und die Glücksspiel-Branche hat den Dienst bisher nicht übernommen. Eine Einführung bei Buchmachern ist frühestens Ende 2026 oder im Laufe von 2027 realistisch. Bis dahin funktionieren Trustly, EPS und PayPal als bewährte Alternativen.

Ist Wero in Österreich schon verfügbar?

Die Raiffeisen Bank International ist seit November 2025 EPI-Mitglied und ermöglicht Händlern ab 2026 die Akzeptanz von Wero im E-Commerce. Für Peer-to-Peer-Zahlungen zwischen Privatpersonen funktioniert Wero bereits in mehreren europäischen Ländern. In Österreich wird die Einführung schrittweise erfolgen – zunächst im regulären E-Commerce, danach voraussichtlich auch im Glücksspielbereich.

Was unterscheidet Wero von der alten Giropay-Zahlung?

Wero ist ein europäisches Projekt, getragen von 16 Finanzdienstleistern aus mehreren Ländern, während Giropay ein rein deutsches System war. Wero basiert auf SEPA Instant Payments und funktioniert über Handynummer oder E-Mail statt über Bankleitzahl und Kontonummer. Der Anspruch ist deutlich größer: europaweit einsetzbar, mobil optimiert und als vollwertige Checkout-Lösung konzipiert. Die Umsetzung braucht allerdings noch Zeit – gerade im Sportwetten-Bereich.