Giropay Wettanbieter ohne Steuer - Zahlungsmethode und Wettsteuer

Ladevorgang...
Eine der häufigsten Suchanfragen, die ich im Sportwetten-Zahlungsbereich sehe, kombiniert zwei Themen, die absolut nichts miteinander zu tun haben: Zahlungsmethoden und Wettsteuer. Wer nach „Giropay Wettanbieter ohne Steuer“ sucht, hofft auf einen Zusammenhang, der schlicht nicht existiert. Die Zahlungsmethode, mit der du einzahlst, beeinflusst die Steuer auf deine Sportwetten kein einziges Prozent. Das gilt für Giropay, für EPS, für PayPal und für jede andere Methode.
Trotzdem taucht diese Kombination so oft auf, dass sie eine ernsthafte Erklärung verdient. Denn hinter der Suchanfrage steckt eine berechtigte Frage: Gibt es Wettanbieter, bei denen keine Steuer auf den Einsatz oder den Gewinn anfällt? Und wie sieht die Steuersituation für Sportwetter in Österreich konkret aus? Beides sind relevante Fragen – sie haben nur nichts mit der Einzahlungsmethode zu tun. Ob du per EPS, per Kreditkarte oder früher per Giropay einzahlst, hat auf die Besteuerung deiner Wetten exakt null Einfluss.
Warum Zahlungsmethode und Wettsteuer nichts miteinander zu tun haben
Ich verstehe, woher die Verwirrung kommt. Bei Kreditkarten gibt es Cashback, bei E-Wallets fallen manchmal Gebühren an, bei Banking-Methoden nicht – da liegt der Gedanke nahe, dass die Zahlungsmethode auch die Besteuerung beeinflussen könnte. Aber Steuern auf Sportwetten sind regulatorisch geregelt, nicht zahlungstechnisch.
Die Wettsteuer wird entweder vom Staat erhoben, in dem der Wettanbieter lizenziert ist, oder vom Staat, in dem der Spieler lebt. In Deutschland gibt es seit 2012 eine Wettsteuer von 5 % auf den Einsatz. Diese Steuer fällt an, egal ob du per Giropay, per PayPal, per Kreditkarte oder bar am Schalter einzahlst. Sie wird vom Wettanbieter abgeführt, nicht vom Zahlungsdienstleister. Giropay hat nie eine Steuer erhoben, PayPal erhebt keine Steuer, und EPS erhebt keine Steuer. Die Steuer kommt vom Staat, nicht von der Zahlungsmethode.
Im Jahr 2020 lag der Bruttospielertrag der Sportwetten in Österreich bei 283 Millionen Euro. Diese Summe wurde nach österreichischem Recht besteuert – unabhängig davon, wie die einzelnen Einzahlungen getätigt wurden. Die Zahlungsmethode ist für das Finanzamt irrelevant. Was zählt, ist die Lizenz des Anbieters, der Wohnsitz des Spielers und die geltende Steuergesetzgebung.
Manche Wettanbieter werben mit dem Slogan „ohne Wettsteuer“ und meinen damit, dass sie die Steuer nicht an den Kunden weitergeben, sondern selbst tragen. Das ist ein kommerzielles Angebot des Buchmachers, kein steuerlicher Vorteil. Die Steuer fällt trotzdem an – sie wird nur anders verrechnet. Und auch hier hat die Zahlungsmethode keinen Einfluss darauf, ob der Anbieter die Steuer übernimmt oder nicht. Wer bei einem Wettanbieter „ohne Steuer“ spielt, zahlt die Steuer trotzdem – sie ist nur in die Quoten eingepreist und damit unsichtbar. Das ist ein Marketingtrick, kein steuerlicher Vorteil.
Ein weiterer Irrglaube, dem ich regelmäßig begegne: Manche Sportwetter glauben, dass Einzahlungen per E-Wallet „anonymer“ seien und dadurch steuerliche Vorteile hätten. Das ist doppelt falsch. Erstens sind E-Wallets wie PayPal und Skrill keineswegs anonym – sie sind an verifizierte Konten gebunden. Zweitens hat die Anonymität einer Zahlungsmethode keinen Einfluss auf die Steuerpflicht. Gewinne sind steuerpflichtig oder nicht – unabhängig davon, ob das Finanzamt sie leicht nachvollziehen kann oder nicht.
Steuersituation bei Sportwetten in Österreich
Für österreichische Sportwetter sieht die Steuerlandschaft anders aus als für deutsche. In Deutschland zahlen Spieler effektiv die 5 % Wettsteuer, weil die meisten Anbieter sie an den Kunden weitergeben. Bei einer 100-Euro-Wette werden also 5 Euro als Steuer abgezogen, bevor der Einsatz verrechnet wird. Das reduziert die effektive Quote und damit den potenziellen Gewinn. In Österreich gibt es kein direktes Äquivalent dieser Wettsteuer für Online-Sportwetten beim Endkunden.
In Österreich unterliegen Glücksspielgewinne grundsätzlich nicht der Einkommensteuer, sofern sie bei einem konzessionierten Anbieter erzielt werden. Das unterscheidet Österreich von vielen anderen europäischen Ländern und ist ein echter Standortvorteil für österreichische Sportwetter. 41 % der Österreicher nehmen mindestens einmal jährlich an Glücksspielen teil, und für die Mehrheit dieser Spieler sind die Gewinne steuerfrei – solange der Anbieter über die entsprechende Konzession verfügt.
Die Besteuerung findet auf Anbieterseite statt. Wettanbieter mit österreichischer Lizenz zahlen eine Glücksspielabgabe, die sich nach dem Bruttospielertrag richtet. Diese Kosten werden in die Quoten eingepreist – das heißt, du zahlst die Steuer indirekt über leicht niedrigere Quoten, aber nicht als sichtbaren Abzug auf deinem Wettschein. Für den Alltag bedeutet das: Was du gewinnst, bekommst du ausgezahlt. Kein Steuerabzug, keine Nachversteuerung, kein Steuerbescheid. In Österreich sind nur etwa 20 % aller Sportwetten-Spieler weiblich – eine Statistik, die zeigt, wie spezifisch die Zielgruppe ist, und die für die Steuerfrage völlig irrelevant ist, aber den Marktkontext verdeutlicht.
Bei Wettanbietern ohne österreichische Lizenz wird es komplizierter. Viele internationale Buchmacher operieren mit Lizenzen aus Malta, Gibraltar oder Curacao. Gewinne bei diesen Anbietern können unter Umständen steuerpflichtig sein, wobei die Praxis der Finanzämter hier uneinheitlich ist. Das hat aber, um den Kreis zu schließen, absolut nichts mit Giropay oder einer anderen Zahlungsmethode zu tun. Ob du per EPS oder per Kreditkarte einzahlst, ändert nichts an der steuerlichen Bewertung deiner Gewinne. Die Zahlungsmethode ist ein technisches Instrument, die Besteuerung ein regulatorisches – diese beiden Welten berühren sich nicht.
Wer als österreichischer Sportwetter nach dem steuergünstigsten Setup sucht, sollte nicht bei der Zahlungsmethode anfangen, sondern bei der Wahl des richtigen Wettanbieters mit EPS in Österreich. Die Lizenz des Anbieters bestimmt deine steuerliche Situation, nicht der Weg, auf dem das Geld dorthin gelangt. Und wenn du dir unsicher bist, wie deine Gewinne steuerlich behandelt werden, ist ein Steuerberater der richtige Ansprechpartner – nicht der Kundenservice des Zahlungsdienstleisters. Die Zahlungsmethode ist ein Werkzeug zur Geldübertragung, nicht mehr und nicht weniger.
Beeinflusst die Zahlungsmethode die Wettsteuer in Österreich?
Nein. Die Zahlungsmethode hat keinen Einfluss auf die Besteuerung von Sportwetten. Die Steuer richtet sich nach der Lizenz des Wettanbieters und dem Wohnsitz des Spielers. Ob du per EPS, PayPal, Kreditkarte oder früher per Giropay einzahlst, ändert an der steuerlichen Behandlung deiner Gewinne nichts.
Gibt es in Österreich eine Wettsteuer wie in Deutschland?
In Österreich gibt es keine direkte Wettsteuer von 5 % auf den Einsatz wie in Deutschland. Glücksspielgewinne bei konzessionierten Anbietern sind für Spieler in Österreich grundsätzlich steuerfrei. Die Besteuerung findet auf Anbieterseite statt und wird indirekt über die Quoten an den Spieler weitergegeben.